Betreuungsdienst

Die Fachgruppe Betreuungsdienst ist eine unserer Einsatzkomponenten, welche sich um die psychische Erste-Hilfe kümmert. In der Regel wird der Betreuungsdienst zusammen mit einem Sanitätsdienst oder Demosanitätsdienst angefordert und steht für alle Teilnehmer*innen der jeweiligen Veranstaltung sowie für die Helfer*innen bereit.

Nicht jede Person, die mit einer Notsituation konfrontiert wird, kann mit dieser gut umgehen. Dabei muss die Person nicht einmal direkt betroffen sein, zum Beispiel als Patient*in. Es reicht mitunter auch schon aus, in dieser Situation anwesend zu sein oder die eigentlich betroffene Person zu kennen. Dies trifft zum Beispiel auf Angehörige oder auf Ersthelfer*innen zu.

Sollte man merken, dass die jeweilige Situation eine Belastung für einen selbst darstellt, so kann man sich jederzeit an die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte der FAS wenden. Diese haben stets ein offenes Ohr für die Betroffenen und versuchen diese in der belastenden Situation aufzufangen. Durch erste Gespräche wollen wir Sicherheit vermitteln und zeigen, dass die Probleme ernst genommen werden und entsprechendes Gehör finden, ohne Angst davor zu haben, dass dies irgendjemand anderes davon erfährt.

Ist der erste Schock verdaut und etwas Ruhe eingekehrt, übergeben wir die betroffene Person in der Regel an Angehörige oder eine Vertrauensperson des/der Betroffenen - dies erfolgt natürlich in Absprache mit selbiger/selbigem.

Darüber hinaus erteilen wir Ratschläge zum weiteren Umgang mit der Situation und empfehlen die Inanspruchnahme weiterer, professioneller Hilfe - beispielsweise durch das KIT (Krieseninterventionsteam).  Gern stehen wir auch unterstützen bei der Suche nach sowie der Kontaktaufnahme mit entsprechenden fachkundigen Stellen unterstützend zur Verfügung.

Aber auch für die eingesetzten Helfer*innen kann ein Einsatz belastend sein. Die Ausbildung und die Vorbereitung kann noch so gut sein - für alle Helfer*innen gibt es das eine individuelle Szenario, bei welchem auch sie emotional stark belastet werden können. Auch dann stehen die weiteren Mitglieder des Betreuungsdienstes mit den selbigen Angeboten bereit, um zu helfen.

Oftmals treten Probleme und Symptome einer Belastung erst verspätet auf. Daher hat jede/r Helfer*in stets ein wachsames Auge für den/die andere(n) Helfer*in, um Anzeichen frühzeitig zu erkennen und bietet bei Bedarf entsprechende Unterstützung oder einfach nur ein offenes Ohr an.

Darüber hinaus ist es Standard, dass jeder Einsatz bzw. jeder Dienst gemeinsam nachbesprochen wird. Dadurch wird das Erlebte aufgearbeitet und die Last von den jeweiligen Helfer*innen ein Stück weit abgenommen. Ebenso können mit regelmäßigen Nachbesprechungen mögliche Fehlerquellen entdeckt und ausgebessert werden.

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