Frequently Asked Questions  (FAQ)

Offenbar haben Sie eine oder mehrere offene Frage(n). Vielleicht haben wir diese ja bereits beantwortet. Schauen Sie daher gern in unseren FAQ dabei.

Unser reguläres FAQ ist eine ausgelagerte Wissensdatenbank, welche in unseren Service-Desk integriert ist. Dies erreichen Sie über den nachstehenden Button oder indem Sie einfach hier klicken.

Ein paar ausgewählte Fragen, welche einen besonderen Bezug zu uns und unseren Tätigkeiten haben, finden Sie sogar direkt auf dieser Seite, damit Sie diese direkt abrufen können. Um diese einzusehen ist es lediglich notwendig etwas weiter nach unten zu scrollen und nachzusehen, ob Ihre Frage dabei ist.

 

zum vollständigen FAQ



Zu welcher Hilfsorganisation gehört ihr?

Als eine kleine (Hilfs-)Organisation, welche vorrangig lokal tätig ist und hierzu teilweise in entsprechenden Nischenbereichen (Demosanitätswachdienste) tätig ist, kennen viele einen nicht. Daher kommt oftmals die Frage auf, welchem Träger bzw. welcher bekannten Hilfsorganisation wir angehören. Hierzu können wir sagen, dass wir eine eigenständige, private Organisation mit Sitz in Leipzig sind. Wir sind somit an keinen anderen Verband und auch an keine andere Organisation gebunden. Auch von anderen Sanitätsgruppen und Demosanitätsgruppen sind wir unabhängig tätig und gehören diesen nicht an. Diese sind von uns abgegrenzt und handeln entsprechend eigenständig.


Seid ihr nur in Leipzig aktiv?

Als Organisation aus Leipzig ist dies natürlich unser Haupteinsatzgebiet. Aufgrund unserer Größe und unserer Kapazitäten sind wir auch vorrangig nur lokal tätig. Zu unserem Gebiet zählen der Stadtkreis Leipzig sowie der Landkreis Leipzig. Natürlich kann es in Einzelfällen oder bei größeren Ereignissen auch vorkommen, dass wir überörtlich tätig werden.


Seid ihr ein Verein oder eine GmbH?

Nein, wir sind derzeit weder ein e. V. noch eine GmbH oder etwas anders in diese Richtung. Seit unserer Gründung sind wir als Nicht-Regierungs-Organisation (NRO) tätig. Diese ist ein(e) zivilgesellschaftliche(r) Interessenverband/Interessengemeinschaft. Es liegt hierbei kein öffentlich legitimiertes Mandat vor - daher auch die Bezeichnung als "nicht staatliche Organisation". Zur besseren Organisation haben wir jedoch einige Züge und Strukturen von beispielsweise Vereinen übernommen, auch wenn wir die Bezeichnung NRO/IG tragen. Unsere Organisation bezeichnet sich mitunter auch als private Hilfsorganisation, da unsere Tätigkeit im Wesentlichen darauf abzielt, hilfsbedürftigen Menschen die jeweils benötigte Hilfe zukommen zu lassen.


Was sind Demosanitäter*innen?

Als Demosanitäter*innen (auch bekannt als "Riot Medics", "Street Medics" oder "Action Medics") werden Helfer*innen bezeichnet, welche eine jeweilige medizinische Ausbildung durchlaufen haben und Versammlungen medizinisch absichern. Als Versammlungen werden Kundgebungen und Aufzüge bzw. Demonstrationen bezeichnet. Weltweit gibt es hier eine Vielzahl an solchen Gruppen mit vielem ehrenamtlichen Helfer*innen. Dies ist besonders wichtig, da die Teilnehmer*innen dieser Versammlungen meist keine andere medizinische Hilfe in einer angemessenen Zeitspanne bekommen können, da sich Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in aller Regel aufgrund der mangelnden Erfahrung in Bezug auf Demonstrationen sowie der Richtlinien zum Eigenschutz nicht im Gefahrenbereiche - als dieser wird eine Demonstration meist intern bezeichnet - aufhalten und somit weit ab des eigentlichen Geschehens stehen. Die ehrenamtlichen Demosanitäter*innen sind jedoch an vorderster Front mit dabei, um Verletzte zu versorgen und somit allen eine möglichst gefahrlose Teilnahme na Versammlungen zu ermöglichen.


Sind Demosanitäter*innen auch Teilnehmer*innen einer Versammlung?

Wenn wir erkenntlich als Demosanitäter*innen auf einer Versammlung anzutreffen sind, dann sind wir mit der medizinischen Absicherung dieser befasst. Zu diesem Zeitpunkt sind wir auch nur als Sanitäter*innen und ausdrücklich nicht als Teilnehmer*innen anwesend. Daher nutzen wir auch keine Versammlungsmittel wie Fahnen, Transparente oder Schilder mit Forderungen, um unsere politischen und gesellschaftlichen Ansichten kundzutun und skandieren daher auch keine Parolen. Wir sind lediglich dafür da, dass andere ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit möglichst gefahrlos wahrnehmen können. Aufgrund dessen fallen unsere Helfer*innen auch nicht unter die Regularien des Versammlungsgesetzes - wie beispielsweise auch Journalist*innen - und dürfen zum Selbstschutz beispielsweise auch Helme tragen, welche sonst als Schutzbewaffnung gelten. Dies ist vielen nicht bekannt - auch einigen Polizist*innen nicht. Daher gab es hierzu auch gerichtliche Auseinandersetzungen. Im Jahr 2018 hat das Landgericht Berlin hier entsprechend zugunsten der Demosanitäter*innen entschieden und erklärt, dass diese keine Teilnehmer*innen einer Versammlung sind.


Habt ihr überhaupt medizinisches Wissen?

Oft wird ein entsprechendes medizinisches Wissen ausschließlich den bekannten, großen, Hilfsorganisationen zugeschrieben. Aber auch unsere Helfer haben entsprechendes medizinisches Wissen. Viele unserer ehrenamtlichen Mitglieder*innen bzw. Helfer*innen sind nicht nur bei uns, sondern auch bei den üblichen Hilfsorganisationen im Haupt- oder Ehrenamt tätig. Hier haben Sie sodann auch eine entsprechende medizinische Qualifikation z. B. als erweiterter Ersthelfer, Sanitätshelfer, Sanitäter, Rettungssanitäter oder Ähnliches sowie ggf. weitere nicht medizinische Qualifikationen absolviert. Alle Mitglieder der FAS sind dazu verpflichtet bei Ihrem Eintritt einen Nachweis über die Ausbildung in Erster-Hilfe (nicht älter als 1 Jahr) vorzulegen und regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen und können somit zumindest Erste-Hilfe leisten. Wenn ein*e Helfer*in sodann an den (Demo-)Sanitätswachdiensten teilnehmen will, muss der/die Helfer*in sodann entweder extern eine Ausbildung als Sanitätshelfer*in oder höher absolvieren oder an einer internen Fortbildung teilnehmen, welche regelmäßig wiederholt wird. Durch diese wird entsprechendes weiterführendes Wissen vermittelt und Handlungssicherheit hergestellt.


Was für Material und Fahrzeuge habt ihr?

Fahrzeuge besitzen wir zum derzeitigen Zeitpunkt offiziell keine. Zur Anreise und zum Materialtransport dienen lediglich einige Privat-PKW der Helfer*innen. Unser Material ist vielseitig aufgestellt. Die beginnt bei einem erweiterten First-Aid-Kit, geht über Notfalltaschen und endet bei Notfallrucksäcken. Darüber hinaus gibt es weitere Hilfsmittel wie Funkgeräte oder Tragetücher zum Transport verletzter Personen. Wir sind auf alle Fälle für viele verschiedene Notfälle ausgerüstet. Einen genaueren Überblick über unsere Ausrüstung gibt es hier.


Von wem werdet ihr beauftragt?

In der Regel werden wir durch den/die Veranstalter*in bzw. Versammlungsleiter*in einer entsprechenden Veranstaltung oder Versammlung angefragt und letztlich auch beauftragt. In manchen Fällen sind wir aber auch aufgrund von entsprechender Eigeninitiative zugegen - dies gilt jedoch nur für Demosanitätswachdienste.


Habt ihr auch eine Genehmigung?

Immer wieder wird die Frage nach einer Genehmigung für unsere Tätigkeit gestellt - dies liegt vermutlich an der typischen Denkweise über den deutschen Bürokratie- und Genehmigungswahnsinn und somit für alles jederzeit eine aktuelle Genehmigung benötigt. Dem ist, entgegen aller Erwartungen, jedoch nicht der Fall. Man muss jedoch in verschiedene Bereiche unterscheiden. Der öffentliche Rettungsdienst kommt, wenn man im Notfall die Notrufnummer 112 wählt, etwa weil ein Unfall geschehen ist oder man die Leitstelle kontaktiert, um eine akut erkrankte Person mit einem Krankentransportwagen in ein Krankenhaus bringen zu lassen. Die Notfallrettung geschieht also öffentlichen Auftrag und wird durch die jeweiligen Ausschreibungen staatlich vergeben - hierfür sind Genehmigungen notwendig. Ähnlich sieht es beim Katastrophenschutz aus, der ebenfalls im Auftrag des Staates handelt. Der Krankentransport wird durch verschiedene Hilfsorganisationen und private Dienstleister abgewickelt, welche beispielsweise von einer Stadt oder einem Landkreis beauftragt und kann dabei auch beauflagt werden. Da dies in Deutschland entsprechend Ländersache ist, kommt es hier auf das jeweils geltende Landesgesetz an. In manchen Bundesländern benötigt man für die Krankenbeförderung tatsächlich eine Genehmigung und in manchen nicht. Ganz anders verhält es sich bei (Demo-)Sanitätswachdiensten. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um ein Sportfest, eine Kundgebung, eine Demonstration, ein Konzert, ein Stadtfest oder Ähnliches handelt. Ein (Demo-)Sanitätswachdienst geschieht nicht im staatlichen Auftrag, sondern immer in einem privatrechtlichen Rahmen. Grundlage hierfür sind in der Regel die Anforderung des jeweiligen Veranstalters sowie die allgemeinen Auftragsbedingungen der Organisation, welche den letztlichen (Demo-)Sanitätswachdienst ableistet. Dies gilt für alle großen und bekannten Hilfsorganisationen sowie alle kleinen und/oder privaten Organisationen gleichermaßen. Eine behördliche Genehmigung ist daher nicht notwendig.


Sind meine Daten/Informationen bei euch sicher?

Ihre Daten bzw. die uns anvertrauten Informationen sind auf jeden Fall sicher. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Da wir nicht möchten, dass unseren Patient*innen aus der Versorgung Nachteile erwachsen oder diese keine Hilfe in Anspruch nehmen, da sie sich eben darum sorgen, haben wir entsprechende Maßnahmen getroffen. So haben wir eigene Grundsätze aufgestellt. Hier gilt allgemein der Grundsatz der Verschwiegenheitspflicht sowie speziell auch für Demosanitätswachdienste der Grundsatz der Anonymität. Diese sind auf unserer Website im Bereich "Grundsätze" einsehbar. Zum Thema Schweigepflicht haben wir sogar eine extra Seite erstellt. Diese finden Sie hier. All unsere Mitglieder haben sich zur Achtung der Schweigepflicht sowie unserer Grundsätze verpflichtet.


Warum seid ihr im Netz präsent?

Uns ist bewusst, dass einige Personen solche Auftritte kritisch bewerten und diese ggf. auch als "Selbstdarstellung" gewertet werden können. Dies ist jedoch nicht die Intention hinter den entsprechenden öffentlichen Auftritten. Ein wesentlicher Grund ist, dass wir auch allgemeines Wissen über die Erste-Hilfe bereitstellen, welches für alle Personen jederzeit abrufbar sein soll. Darüber hinaus wollen wir Sie auch umfassend über unsere Tätigkeit informieren und die Möglichkeit der einfachen Kontaktaufnahme sowie Beauftragung zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls benötigen wir für die Ableistung unserer Dienste engagierte Menschen. Diese können wir natürlich wesentlich leichter für diese Tätigkeit begeistern, wenn diese sich auf einfachem Wege zu informieren.

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